{"id":203,"date":"2015-06-21T13:35:57","date_gmt":"2015-06-21T11:35:57","guid":{"rendered":"http:\/\/moosalbi.ch\/cms\/von-recht-und-tourismus\/"},"modified":"2018-09-08T23:08:16","modified_gmt":"2018-09-08T21:08:16","slug":"von-recht-und-tourismus","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/mooszwergli.ch\/cms\/archiv\/2015-2\/von-recht-und-tourismus\/","title":{"rendered":"Von Recht, Gemeinder\u00e4ten und Tourismus"},"content":{"rendered":"<p>\n\t<strong><em>B&uuml;rchen, 21. Juni 2015.<\/em><\/strong><em> Vor einigen Tagen hat <a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\"><strong>moosalbi.ch<\/strong><\/a> Post erhalten. Die Gemeinde B&uuml;rchen teilt darin mit <a href=\"http:\/\/gemeinde.buerchen.ch\/diverses\/lenkungsabgabe\/medienmitteilung.pdf\"><strong>(Medienmitteilung siehe hier),<\/strong><\/a> dass die eingereichten Beschwerden gegenstandslos geworden seien, die Gemeinde werde das Reglement unter einer ge&auml;nderten rechtlichen Grundlage, dem Tourismusgesetz, rasch vorantreiben. <a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\"><strong>Moosalbi.ch<\/strong><\/a> geht in diesem Beitrag der Frage nach, ob dies gen&uuml;gt bzw. was allenfalls notwendig w&auml;re, damit G&auml;ste in B&uuml;rchen sich willkommen f&uuml;hlten.<\/em>\n<\/p>\n<p>\n\t<em><img decoding=\"async\" align=\"bottom\" alt=\"\" src=\"http:\/\/mooszwergli.ch\/media\/wolken.jpg\" style=\"width: 750px; height: 421px;\" \/><\/em>\n<\/p>\n<p>\n\tAuch wenn der Gemeinderat von B&uuml;rchen es nat&uuml;rlich nicht zugibt: das von der Urversammlung verabschiedete und <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">nunmehr beerdigte Reglement h&auml;tte vor der Verfassung des Kantons Wallis und der scheizerischen Eidgenossenschaft nie und nimmer standgehalten.<\/span><\/strong> Ganz nach dem Motto, es wenigstens versucht zu haben, boxte der Gemeinderat eine Vorlage durch, die von allem Anfang an weder eine rechtliche Grundlage hatte noch inhaltlich den Grunds&auml;tzen einer Steuer gen&uuml;gte.\n<\/p>\n<p>\n\tDer Aufwand f&uuml;r alle Beteiligten war und bleibt gigantisch. Da sind einmal mehr als 300 Bechwerden aus dem Jahre 2013, die nicht behandelt werden, dann sind 44 Beschwerdef&uuml;hrer\/innen im Jahre 2014, die einzeln vor die Gemeinde zitiert wurden und dann ist da jenes gute Dutzend Beschwerden (mit mehr als 30 Eigent&uuml;mer\/innen), welche innert 30 Tagen im Jahre 2015 an den Staatsrat gelangen mussten, um diesem Irrsinn soviel Gegensteuer zu geben, bis endlich der Gemeinderat nach drei Monaten eine 180 Grad Kehrtwende vollzieht. Wer die <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">Medienmitteilung liest, erh&auml;lt nicht das Gef&uuml;hl, der Gemeinderat w&uuml;rde das Vorgehen bedauern, vielmehr dringt da einzig durch, hat leider nicht geklappt, jetzt machen wir es &uuml;bers Tourismusgesetz.<\/span><\/strong>\n<\/p>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\"><strong>Moosalbi.ch<\/strong><\/a> fragt sich da schon, wie der Gemeinderat, der angibt, die Infrastruktur praktisch nicht aufrechterhalten zu k&ouml;nnen, f&uuml;r solche Leerl&auml;ufe derart viel Zeit finden kann. Wie kann er es verantworten, dabei die eigenen Einwohner\/innen derart mit Missinformationen einzudecken, dass diese dem b&uuml;rokratischen Leerlauf am Ende noch zustimmen? Wie kann er es verantworten, dass dabei die wichtigsten touristischen G&auml;ste &uuml;ber Jahre ver&auml;rgert werden, obwohl es (gerade nach dem neuen Tourismusgesetz) seine Pflicht w&auml;re, eine nachhaltige Tourismuspolitik zu betreiben?\n<\/p>\n<p>\n\tDer Scherbenhaufen ist weit gr&ouml;sser, als der Gemeinderat dies wahrscheinlich wahrzunehmen in der Lage ist. Wie soll <a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\"><strong>moosalbi.ch<\/strong><\/a> und alle anderen betroffenen Zweitwohungseigent&uuml;mer\/innen dem Gemeinderat je wieder &uuml;ber den Weg trauen, wenn so mit einem umgegangen wird? <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">Faktisch ist es doch so, dass diejenigen, welche Beschwerde einlegten, einen extrem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand hatten.<\/span><\/strong> Wer sich denn einmal, wie <a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\"><strong>moosalbi.ch,<\/strong><\/a> durch die Gesetze w&uuml;hlt, muss eingestehen, dass es unglaublich schwierig ist, sich innert 30 Tagen korrekt zu wehren &#8211; und nur wenn dies gelingt, wird es von Rechtes wegen beachtet. Demgegen&uuml;ber <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">kann sich der Gemeinderat jedwelche Kapriolen erlauben, bezahlt wird es durch Steuergelder und durch die Beschwerdef&uuml;hrer\/innen,<\/span><\/strong> welche f&uuml;r ihren Aufwand nur ein Trinkgeld erhalten &#8211; wenn &uuml;berhaupt.\n<\/p>\n<p>\n\tUnd wenn der Gemeinderat im Juni 2015 schreibt, die rechtliche Grundlage im neuen Tourismusgesetz zu finden, dann h&auml;tte der Gemeinderat dies unschwer bereits im Dezember 2014 feststellen k&ouml;nnen; damals im Dezember war l&auml;ngst klar, dass das neue Tourismusgesetz per 1. Januar 2015 in Kraft treten wird. Allerdings sieht das <span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\"><strong>neue Tourismusgesetz bei den Geb&uuml;hren nach wie vor nur eine Kurtaxe vor, die von allen G&auml;sten zu entrichten ist.<\/strong><\/span> Weiter besteht die M&ouml;glichkeit bei denjenigen, welche Wohnraum an G&auml;ste gegen Entgelt vermieten, enweder eine Beherbergungstaxe ODER eine Tourismusf&ouml;rderungsabgabe einzufordern. Die <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">Kurtaxe ist zweckgebunden f&uuml;r das Aufrechterhalten des G&auml;steangebotes (Tourismusb&uuml;ro, Wanderwege, Spielpl&auml;tze, Feuerstellen) einzusetzen,<\/span><\/strong> die Beherbungs- oder Tourismusf&ouml;rderungstaxe kann auch f&uuml;r Marketingzwecke verwendet werden.\n<\/p>\n<p>\n\t<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/mooszwergli.ch\/media\/sommer.jpg\" style=\"border-width: 0px; border-style: solid; margin: 5px 10px; float: right; width: 240px; height: 427px;\" \/>In Erinnerung zu rufen sei an dieser Stelle, dass das Walliser Volk das damalige Tourismusgesetz im Jahre 2009 bachab schickte, weil es die M&ouml;glichkeit vorsah, die Zweitwohnungseigent&uuml;mer\/innen zu besteuern und dass eine solche <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">Besteuerungsm&ouml;glichkeit der Zweitwohnungen im nun g&uuml;ltigen Tourismusgesetz 2015 explizit nicht enthalten<\/span><\/strong> ist. In diesem Sinne erstaunt es doch sehr, wenn der Gemeinderat von B&uuml;rchen erneut eine Arbeitsgruppe bilden will, um das alte (unsinnige) Ansinnen der Besteuerung von Zweitwohnungen weiterzuverfolgen. Der Gemeinderat t&auml;te gut daran, sich endlich einmal dem Kerngedanken einer jeden Tourismusdestination anzunehmen. Es geht nicht darum, soviel von den G&auml;sten abzuschr&ouml;pfen, dass diese nicht mehr bzw. nur noch mit Widerwillen kommen, sondern es ginge an sich darum, B&uuml;rchen derart attraktiv zu machen, dass die G&auml;ste Ja zum Gesamtangebot sagen und gerne wieder kommen, immer wieder und immer &ouml;fter.\n<\/p>\n<p>\n\t<strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">B&uuml;rchen h&auml;tte &#8211; im Unterschied zu vielen anderen Destinationen, die es weit schwieriger haben d&uuml;rften &#8211; durchaus Pluspunkte.<\/span><\/strong> Da ist einmal die <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">klimatische Lage<\/span><\/strong> (wenig Regen, viel Sonne, sehr trockenes Klima), da ist die <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">verkehrstechnische Lage<\/span><\/strong> (nahe an Visp, extrem gut erschlossen f&uuml;r s&auml;mtliche Grossst&auml;dte der Schweiz mit der Bahn), da ist weiter die <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">einzigartige Landschaft der Moosalpregion<\/span><\/strong> und da w&auml;re am Ende auch ein Reservoir an &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten, um die G&auml;ste mehr als einen Tag beherbergen zu k&ouml;nnen. Was fehlt, sind Infrastrukturangebote f&uuml;r die Ferienwohnungen.\n<\/p>\n<p>\n\t<a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\"><strong>Moosalbi.ch<\/strong><\/a> m&ouml;chte an dieser Stelle ein Erlebnis aus Frankreich anbringen. Der Gast (in diesem Falle <a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\"><strong>moosalbi.ch)<\/strong><\/a> bucht eine Ferienwohnung direkt am Meer, 100 Meter zur Busstation. Der Gast darf dann aber die Schl&uuml;ssel f&uuml;nf Kilometer entfernt im Vermietungsb&uuml;ro abholen, und dies bei drei bis vier Busverbindungen am Tag, von G&auml;stefreundlichkeit keine Rede. <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">Was w&uuml;nschte sich der Gast, wohlverstanden der Gast, der das erste Mal anreist, und um den gebuhlt wird?<\/span><\/strong> Wie st&uuml;nde es z.B. mit einem <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">Gep&auml;cktransport ab Visp bis zum Bett<\/span><\/strong> (gerade f&uuml;r &auml;ltere G&auml;ste ein enormes Plus), <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">Betten bezogen (bei Ferienwohnungen)<\/span><\/strong> bei der Ankunft, <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">Bon f&uuml;r die erste Moosalpfahrt<\/span><\/strong> mit dem Postauto\/Alpenschnaggu und und&#8230;\n<\/p>\n<p>\n\tWas <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">nat&uuml;rlich nicht geht, ist die G&auml;ste in Zenh&auml;usern samt Koffer und Gep&auml;ck umsteigen zu lassen, nur weil der Dienstplan da gerade endet.<\/span><\/strong> <a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\"><strong>Moosalbi.ch<\/strong><\/a> hat samt G&auml;sten beides erlebt, Chauffeure, die hochfahren und jene, die dann mit einer an eine Dienstanweisung erinnernde Stimme dazu anhalten, das Postauto zu wechseln. Der letztere Punkt kostet zwar geldm&auml;ssig wenig, daf&uuml;r jedoch im Marketing uns&auml;glich viel. Die &uuml;brigen Punkte kosten zwar auch etwas, und finanziert werden muss es ebenfalls. Aber anstatt derartige juristische Irrl&auml;ufe zu veranstalten, w&auml;re es allemal sinnvoller, wenn der Gemeinderat sich auf solche Punkte fokussieren w&uuml;rde. Es ist <strong><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\">nie zu sp&auml;t, genauso wie es <\/span><\/strong><strong><a href=\"http:\/\/mooszwergli.ch\">moosalbi.ch<\/a><span style=\"color: rgb(255, 102, 0);\"> nicht versteht, warum in B&uuml;rchen partout niemand die 200 Jahre Zugeh&ouml;rigkeit des Wallis zur Schweiz feiern bzw. touristisch begleiten will.<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\" text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/203?pdf=203\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> PDF-Datei<div style=\"text-align:center;width:72px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"qr_code_generator_wprhe\" src=\"https:\/\/chart.googleapis.com\/chart?chs=72x72&cht=qr&chld=H|1&chl=http%3A%2F%2Fmooszwergli.ch%2Fcms%2Fwp-json%2Fwp%2Fv2%2Fpages%2F203\" alt=\"Scan the QR Code\" width=\"72\" height=\"72\" \/><\/div><\/a>\n\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B&uuml;rchen, 21. 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